Erster 5-Sterne Stuckateur in Baden-Württemberg!

50er-Jahre-Haus zusammen umgebaut

Viele junge Familien in Deutschland entscheiden sich bei der Zukunftsplanung für ein Eigenheim oder eine Mietwohnung. Einen anderen Weg sind unlängst vier Familien in Stuttgart-Kaltental gegangen: Sie haben sich zusammengetan, ein leer stehendes Haus gekauft und mit viel Einsatz nach ihren Bedürfnissen umgebaut.

Energetisch ist das Haus jetzt auf dem neuesten Stand. Eine sehr gute Dämmung, neue Fenster und dezentrale Lüftungsanlagen reduzieren den Energiebedarf. Effizient Wärme liefert eine Erdwärmepumpe, die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt in der Summe fast so viel Strom, wie im ganzen Haus verbraucht wird. Seit Mitte 2015 sind alle Arbeiten beendet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die insgesamt 17 Personen fühlen sich pudelwohl, das Haus benötigt nur noch 55 Prozent der Primärenergie eines vergleichbaren Neubaus. Professionelle Hilfe kam von einer Gebäudeenergieberaterin. Die Beraterin zeigte auf, welche Maßnahmen für das Haus attraktiv sind.
Es hat sich gelohnt – energetisch, finanziell und beim Wohnkomfort

Die benötigte Energie erzeugt die Wohneigentümergemeinschaft zu einem guten Teil lokal vor Ort. Eine Solarstromanlage mit fast zehn Kilowatt installierter Leistung auf dem Dach lieferte im ersten Jahr rund 11.000 Kilowattstunden Ökostrom. Der Strom wird entweder selbst verbraucht oder in das Stromnetz eingespeist. Verrechnet man die Solarstromproduktion mit dem Haushaltsstromverbrauch der Bewohner und dem Stromverbrauch der Wärmepumpe, deckt die Solaranlage fast 100 Prozent des Bedarfs. Der gesamte Umbau kostete rund eine Million Euro, die rein energetischen Mehrkosten über den geforderten Standard hinaus lagen bei rund 160.000 Euro. Pro Partei sind das 40.000 Euro. „Für uns amortisieren sich die energetischen Mehrkosten in jedem Fall“, sagt Ulrike Bos von der Eigentümergemeinschaft. Das liegt auch an den staatlichen Krediten und Zuschüssen, die das Projekt finanziell entlasteten. Insgesamt summierten sich die Zuschüsse auf rund 20.000 Euro pro Partei. Hinzu kamen vergünstigte Kredite von KfW und L-Bank, welche die Realisierung dieses besonderen Wohnprojekts erheblich begünstigten.